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Vorsätze für lau!

Na, Silvester schön gefeiert? Wissen Sie nicht mehr? Sehr gut!
Aber selbst wenn Sie Ihre guten Vorsätze noch im Gedächtnis behalten haben, seine wir ehrlich: Zwei Woch nach dem Jahreswechsel hat man die meisten verdrängt oder auch bewusst gebrochen. Irgendwie schon ein bisschen tragisch...aber vielleicht wollen Sie ja meine verwenden! Ich biete sie hier an, denn je weniger ich selbst erfüllen muss, desto besser:

 - Endlich mal mit dem Rauchen anfangen. Sonst wird das ja nie was mit dem aufhören.
 - Mindestens sechs Wochen lang versehentlich "2012" als Jahreszahl schreiben. Mitte Februar folgt dann der fließende Übergang zu "2003"
 - Mindestens zweimal im Monat klettern gehen. Über den Zaun vom Freibad, ans Fenster der Allerholdesten oder diewandnuff.
 - Kaffee nicht mehr aus Langeweile trinken, sondern nur noch, wenn ich wirlich müde bin. Oder wenn ich Lust auf den Geschmack habe, eine Pause brauche, mit den Kollegen schnacken will. Oder wenn mir halt langweilig ist
 - Leute, die Club Mate trinken, konsequent mit dem australischem "Mate" ansprechen
Und vor allem:
 - Das nächste mal konsequent bis zum 31.12. warten, um an miesen Charaktereigenschaften zu arbeiten.
16.1.13 08:10


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Aaand it's over - 2012 Teil IV

Oktober
Der Herbst beginnt, und mit den Blättern färbt sich auch die politische Landschaft rot: Die Troika wird aufgelöst und Peer Steinbrück ganz offiziell als Kanzlerkandidat der SPD ausgerufen. Sein Kollege Volker Beck schafft es mit einer Beleidigung eines JU-Politikers in die Schlagzeilen, und in Stuttgart geht mit Fritz Kuhn ein Grüner ins Rathaus. Das ZDF berichtet sogar über einen Parteitag der Sozen, obwohl das der CSU Pressesprecher noch verhindern wollte.
Auch sonst bekleckert sich die Regierung nicht gerade mit Ruhm: Die ehemalige Universität von Shavan erstattet Anzeige wegen der Plagiatsvorwürfe, das neue Wahlrecht setzt ein eindeutiges Zeichen in Zeiten der Eurokrise und von der Verteilung der Kosten aus der Energiewende wollen wir hier erst gar nicht anfangen.  Schon zu Beginn des Monats ist darüber hinaus klar, dass sämtliche Atommeiler in der Europäischen Union dringend nachgerüstet werden müssen. Da hilft es wenig, dass die Praxisgebühr wegen akuter Sinnlosigkeit gestrichen wird - die Stimmung bleibt schlecht. Die Diskussion um die Transparenz der Nebeneinkünfte hinterlässt ebenfalls nur Verlierer.
Im Grunde sind das allerdings noch First World Problems - in Pakistan zeigen die Taliban stattdessen ihre wirklich hässliche Fratze: Dort wird ein junges Mädchen aus dem Schulbus gezerrt und erhält einen Schuss ins Gesicht, weil es sich für die Bildung von Frauen eingesetzt hat. Das Erstaunliche: Schädel siegt über Blei, die kleine überlebt und die Kerle bekommen hoffentlich einen Eintrag im Duden unter dem Stichwort 'erbärmlich'.
Wenn man diese Sitten als Vergleichsmaßstab ansetzt, ist es natürlich kaum verwunderlich, dass die EU den Friedensnobelpreis 2012 erhält, und im allgemeinen Rausch der Harmonie und Versöhnung (solange es nicht um Zigeuner geht) schlägt das Kabinett auch noch ein Gesetz vor, das Beschneidungen legalisiert.

November
Es sind drei Abstimmungen, die den November prägen. Weltpolitisch am bedeutendsten ist dabei die Urwahl der Grünen über ihre Spitzenkandidatenduo - Claudia Roth verliert und macht anschließend die Erfahrung, dass es neben "Shitstorms" auch "Candystorms" geben kann. Nachdem der Po genug gezuckert wurde stellt sie sich ein paar Tage später der Wahl zur Bundesvorsitzenden, und siehe da: Ein fulminanter Sieg. Streng genommen gab es aber auch keinen Gegenkandidaten.
Die Zweite Wahl findet innerhalb der UN statt: Die Palestinenser erhalten Beobachterstatus und sind künftig mit dem Vatikan vergleichbar. Deutschland - schon immer für seine klare Kante berühmt - gibt in der Abstimmung ein klares "jein" zu Protokoll und enthält sich diplomatisch.
Die dritte Wahl...ach ja, genau, Obama bleibt Präsident in Amerika.
Wie aufs Stichwort eskaliert daraufhin der Nahost-Konflikt. Deutsche Medien bringen es dabei tatsächlich fertig, den Raketenbeschuss der Hamas als "Reaktion" auf Israelische Angriffe zu bezeichnen - ohne zu erwähnen, dass die Dinger seit elf Jahren regelmäßig blind in die Städte gefeuert werden. Mittlerweile vertragen sich die beiden Streithähne wieder etwas, wobei der nächste Konflikt wohl wieder nur eine Frage der Zeit sein wird.
Der momentan deutlich heißere Kochtopf in der Region - Syrien - läuft gleichzeitig ebenfalls über: Ein paar verirrte Raketen fliegen auf türkisches Gebiet, was zu einer Anfrage bei der Nato führt. Deshalb dürfen nun bald auch Deutsche Soldaten an die Grenze, um selbige vor syrischen Fliegern zu schützen, wobei sie gegen die bisherigen Angriffe gar nichts ausrichten hätten können.
Aber zurück ins Inland. Hier geht ein Richterspruch in die Geschichte ein, der an Unnötigkeit wohl schwer zu toppen sein wird:
Ein Arbeitgeber darf einen Krankenschein ab dem ersten Krankheitstag verlangen. Das hätte man durch einen Blick ins Gesetz zwar vorraussagen können, aber dann hätte es ja weder Gerichtsverfahren noch Pressemitteilung gegeben.
Eine andere Schlagzeile erhitzt die Gemüter allerdings noch mehr: Ramsauer will das Register in Flensburg reformieren, künftig reichen acht Punkte für den Führerscheinentzug! Dass es in Zukunft aber maximal drei Punkte pro Vergehen hagelt und die auch noch unabhängig voneinander ablaufen, wird nur klein erwähnt.
Ansonsten ist der November grau und braun: Der Armutsbericht der Bundesregierung kommt geschönt auf den Markt und in Ungarn fordert die drittgrößte Partei eine Erfassung aller im Land lebenden Juden. Während sich der Rest der Welt kollektiv an den Kopf fasst, nutzt die KP in China die Verwirrung, um ihren Führer auszutauschen - was im Gegensatz zur Wahl in den USA irgendwie kaum Beachtung findet. Google nutzt seine Position auch nur in eigener Sache, um gegen das geplante Leistungsschutzrecht Stimmung zu machen.
Ein weiterer Internetriese erregt mit einer extrem ungewöhnlichen Arbeit das Aufsehen der Nation: DEM BIRDY SEINEM BLOG seine Belegschaft beginnt mit der Arbeit für diesen Jahresabschluss. Also...beginnt. Mehr erstmal noch nicht. Aber immerhin. Und das noch vor dem...

Dezember
Das Jahr strebt dem Ende entgegen, und welches Symbol könnte dafür besser stehen als eine Rakete? Zum Beispiel die von Nordkorea, die tatsächlich in den Himmel fliegt, oder die der Hamas, die zwar eine Attrape bei der 50-Jahr Feier ist, aber trotzdem alles über die Einstellung der Jungs sagt. Für andere Extremisten wird es zumindest in Deutschland eng, hier wird ein neues NPD-Verbotsverfahren auf den Weg gebracht.
Die islamischen Fundis liefern allerdings ein weiters Kapitel für das Buch "gescheiterte Aktionen 2012" - da versucht jemand, eine Bombe in Bonn hochgehen zu lassen, und kriegt es wieder einmal nicht hin, den Kracher auch explosionsfähig zu bauen. Aber beschweren würd ich mich jetzt nicht darüber.
In Italien ist der Schrecken deutlich realer: Hier kündigt der Cavaliere an, sich erneut zur Wahl zu stellen, und allein dieser Satz löst Panik an den Börsen aus. Um die Märkte nicht weiter aufzuscheuchen bleibt es wenigstens bei der Klimakonferenz ruhig - lediglich das Kyotoprotokoll wird verlängert, weil es - wir sehen es ja dieser Tage am Wetter - so einzigartig gegen die globale Erwärmung geholfen hat.
Opel kündigt an, in Bochum künftig keine Autos mehr bauen zu wollen, aber Proteste gibt es nur in Nordirland: Dort geht man aufeinander los wegen...einer Flagge.
Grund für Kloppereien haben dagegen die Inder: Dort wird eine junge Frau zu Tode vergewaltigt, was zu einem Umdenken in der Gesellschaft führt. Hierzulande hingegen regt man sich über Kristina Schröder auf, die eine Diskussion über das Geschlecht Gottes vom Zaun bricht. Die EU beschenkt uns mit einer neuen Tabakrichtlinie, derzufolge bunte Bildchen auf den Packungen abschrecken und außerdem unter Anderem Mentholkippen vom Markt verschwinden sollen. Das ist allerdings kein Weltuntergang - genauso wenig wie der am 21.12.

Und so nimmt auch 2012 so langsam seinen Hut, und ich könnte mich immer noch fragen: Wars das? Nun...vermutlich nicht. Was in den 366 Tagen alles passiert ist, passt nie und nimmer in diesen Rahmen. Bestimmte Dauerbrenner habe ich auch weggelassen, weil sie sich kaum einordnen ließen - den Wahlkampf in den USA, das Hickhack um die Gleichgeschlechtlichen Ehen, die Eurorettung, den israelisch-iranischen Konflikt und die Enthüllungen rund um die NSU.
Und so ist es jetzt an der Zeit, nach vorne zu sehen: 2013 wird das erste Jahr seit einem Vierteljahrhundert, das mit vier komplett unterschiedlichen Ziffern aufwarten kann. Es wird wieder gewählt, es wird Konflikte geben und Versöhnungen. Man wird sich vor die Stirn schlagen, fremdschämen und trauern, und doch wird es Bilder geben, die uns rühren und einzelne Augenblicke, für allein sich das Leben bereits lohnt.
Was auch immer passiert, am Ende wird sich eine Vorhersage erfüllen, die meine Tageszeitung heute in breitestem Fränkisch verkündete:
2013 - des geht aa rum.
31.12.12 18:14


Aaand it's over - 2012 Teil III

Juli
Mit großen Schritten bewegen wir uns auf Sommerloch zu - eine Zeit, die politisch etwa so brisant ist wie Unterschichtenfernsehen: Vor allem mit zwei oder drei Bier intus sehr unterhaltsam, auf Dauer aber unerträglich.
Der letzte bedeutende Akt der Legislative ist eine Abstimmung über Acta, die negativ ausgeht, was viele positiv finden. Auch die Unabhängigkeit des Kosovos ist noch auf der ernsthaften Seite der Nachrichtenlage zu verorten, und die Gerichte sind ebenfalls noch nicht im Urlaub:
Abgelehnt werden das schwarz-gelbe Wahlgesetz, das geringere Existenzminimum für Asylbewerber und die Beschneidung von Säuglingen.
Das wars dann aber auch schon mit der Sinnhaftigkeit:
Kristina Schröder beispielsweise fordert eine Ausgangssperre für Jugendliche unter 16 Jahren ab 20 Uhr, Friedrich droht mit einem Stehplatzverbot in Fussballstadien und die Grünen warnen ernsthaft vor den Gesundheitsgefahren durch Bubbletea. Nicht, dass das Koffein für Kleinkinder vielleicht unpassend wäre - die Kügelchen sind die wahren Killer!
Ansonsten überwiegen die "Panorama"-Meldungen: In Frankreich werden deutsche Kriegsgräber geschändet, in Bayreuth darf ein Sänger nicht auftreten, weil er ein Hakenkreuz auf den Rücken tätowiert hat, in den USA gibt es einen Amoklauf während einer Batman-Filmvorführung, der Chef der Bundespolizei wird gegangen und in BW findet endlich mal wieder eine Fratzenbuchparty statt. Im Grunde ist die Untätigkeit der Politik allerdings gar nicht schlecht - in Russland beispielsweise nimmt in der Zeit ein Gesetz gegen ausländische "Agenten" die erste Hürde.
Eine besondere Meldung wert ist die Entdeckung des Higgs-Bosons: Das Teil wird als "Gottesteilchen" bezeichnet, worüber sich christliche Fundamentalisten ein besonders großes Ei pellen: Die Wissenschaft hat also Gott gefunden! Die Energie der darauf folgenden weltweiten Facepalms hätte Berechnungen zufolge für eine kleine Kernfusion augereicht.

August
Okay, ein kurzer Blick zurück muss sein: Ende Juli hatte Mursi in Ägypten noch angekündigt, sich für Frieden und Versöhnung der Gruppen in Ägypten einsetzen zu wollen. Jetzt ist August, und der Typ verlangt ernsthaft eine Richtigstellung, weil er sowas nie gesagt haben will.
Und unfriedlich geht es weiter, mit einem Anschlag auf einen Grenzposten zwischen Israel und Ägypten - allerdings betonen beide Seiten, dass sie das als den Akt von Kriminellen sehen.
Ansonsten wird es heiß und hitzig: Pussy Riot werden zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt, weil ihr Gebet nicht andächtig genug war, in Südafrika kommt es zu Auseinandersetzungen beim Streik der Minenarbeiter und die Deutsche Polizei unterstützt ihre Kollegen in Weißrussland.
Sollte es deshab zu Engpässen hierzulande kommen, ist seit August vorgesorgt: Die Bundeswehr darf im Inneren eingesetzt werden!
Allerdings ist es noch die Polizei, die in Frankfurt das Occupy-Camp auflöst. Offizielle Begründung: Da haben auch Obdachlose Unterschlupf gefunden, demnach ist das kein rein politisches Lager mehr. Wäre ja auch schrecklich, wenn der Protest gegen die soziale Schere von armen Menschen missbraucht würde...aber wenigstens bekommt Assange von Ecuador Asyl angeboten.
Richtig mies wird es im August für Patienten, die auf ein Spenderorgan warten: Es kommt heraus, dass es bei der Vergabe wohl - gelinde gesagt - "Unregelmäßigkeiten" gab. Ob die betreffenden Ärzte tatsächlich bestochen wurden oder aus anderen Motiven handelten, ist zu dem Zeitpunkt noch gar nicht klar, dennoch fällt für die meisten Beobachter die letzte Möglichkeit aus Prinzip flach. Und so wird es bemüht, das alte Bild: Der fette Bankster, der sich mit seinem Geld alles kaufen kann, sogar Organe. Dass auch reiche Menschen schwer krank werden können und dann logischerweise alles tun, um am Leben zu bleiben, das kann sich kaum jemand vorstellen. Mancher rechnet ernsthaft damit, man lasse sich für die ein oder andere Millionen aus Jux eine neue Leber transplantieren um sich die eigene aufs Brot zu schmieren.
Fast noch verstörender fand ich allerdings die Berichterstattung über einen Anschlag bei den Sikhs in Amerika: Immerzu wird betont, dass der Attentäter wohl aufgrund einer Leseschwäche gehandelt hat und versehentlich die unschuldige Religionsgruppe getroffen hat - ganz so, als wäre ein Anschlag auf eine "echte" Moschee moralisch irgendwie besser.
Aber auch Amerika selbst wartet hier mit einer richtig schlauen Bemerkung auf: Aus Romneys Wahlkampftruppe sickert die Botschaft durch, dass eine Sonderklausel bei der Abtreibung für Vergewaltigungsopfer unnötig ist - denn bei "echten" Vergewaltigungen lässt die Frau ihre Kanäle eh austrocknen und lässt die Spermien gegen die Wand rennen. Dass Schwangerschaften nach erzwungenem Sex sogar häufiger vorkommen als beim gewollten Liebesspiel, das gehört wohl mal wieder zu den Fakten, die in der Diskussion eher stören.
Auf der anderen Seite des Atlantiks beginnt das Säbelrasseln um eine unbewohnte, aber wohlhabende Inselgruppe, in NRW das rhetorische Gerassel um den Ankauf einer weiteren SteuerCD aus der Schweiz. Das Innenministerium beginnt mit einer Plakataktion, in der "Vermisstenanzeigen" von Muslimen gezeigt werden, die anscheinend in die Hände von Islamisten geraten sind. Für viele Muslime ein Affront, weil man hier anscheinend wieder alle Gläubigen in die radikale Ecke stecken will. Nach dieser Logik könnte ich mich zwar auch über die "Alkohol macht mehr kaputt als Du denkst" - Kampagne echauffieren, weil ich trotz gelegentlichem Bierchen noch nie in einen Wäschekorb geschissen oder gar jemanden totgefahren habe - aber vermutlich hat mich der Schnaps dafür schon zu faul gemacht.
In Rheinland-Pfalz gibt es ein Misstrauensvotum gegen Volker Beck, das dieser jedoch gewinnt. Weniger Vertrauen bringt man Nadja Drygalla entgegen, die aufgrund der rechten Gesinnung ihres Mackers aus dem Ruderkader segelt. Curiosity landet auf dem Mond, und um mit einem "kuriosen" Faktum abzuschließen lässt Bill Gates verlauten, dass er sich künftig der Produktion von Toiletten widmen möchte.
Blöde Witze verkneife ich mir.

September
Wir beginnen mit einer leichten Meldung aus dem "Was Du nicht sagst"-Ressort: Bundeswehrsoldaten sind unzufrieden. Das kommt nun wirklich unerwartet - ich pendle seit gut zwei Jahren regelmäßig quer durch die Republik, und es gibt wenige Strecken, die nicht auch von versetzten Landesverteidigern angeboten wird: Oldenburg-Jena, Bamberg-Bremen, Nürnberg-Hamburg, alles kein Problem. Gut für Mitfahrer, schlecht für Familien - schön, dass wir drüber gesprochen haben.
Das geht allerdings unter, denn der September steht ganz im Zeichen von islamistischen Protesten: Ein amerikanischer Produzent dreht ein Trashfilmchen über das Leben Mohammeds, und anstatt da drüber zu stehen, bringen die Jungs den amerikanischen Botschafter um. In Deutschland überlegt man sich ernsthaft, die Vorführung des Filmes zu verbieten, um denen Recht zu geben, die am lautesten Schreien.
Kurz darauf bringt eine französische Satirezeitung eine Karikatur aufs Titelblatt, die einen Muslim und einen Juden zeigt - keine Spur vom Propheten himself, aber bei solchen Details will nun keiner päpstlicher sein als der Imam.
Hierzulande gibts die Aufmerksamkeit eher auf juristischem Weg. Bettina Wulff, Angetraute des Ex-Präsidenten, hat ein Buch geschrieben und - in keinerlei Zusammenhang - plötzlich ein Problem mit den Gerüchten über ihre Vergangenheit. Google ist die Tratschtante, zeitweise reicht die Eingabe von "Bet", um "Bettina Wulff Escort" vorgeschlagen zu bekommen. Gut, wer "Die Erde ist" eingibt, bekommt als erstes auch "eine Scheibe" vorgeschlagen, aber anscheinend traut man Aussagen zu Bettis Sexualleben mehr Glaubwürdigkeit zu.
Ansonsten bleibt der September ruhig. Die SPD präsentiert mit Peer Steinbrück ihren neuen Kandidaten - was hinterher sämtlichen Kommentatoren natürlich schon vorher klar war. Das übliche halt.
31.12.12 15:08


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