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Das hab' ich kommen seh'n

So, das wars: Aus die Maus. Die Quelle ist versiegt. Nein, nicht der Quell eurer Freude und Unterhaltung, Dem Birdy seim Blog bleibt wohl noch ein Weilchen online. Die Rede ist von der größten Pleite in der Geschichte der Bundesrepublik: Das fürther Traditionsunternehmen "Quelle" nimmt den Hut und verschwindet von der Bildfläche. Und wir haben's kommen sehen, ungeachtet der Tatsache, dass es im Sommer, als man über 50 Millionen Massekredit stritt, den meisten gar nicht schnell genug gehen konnte. Der schneidige Guttenberg musste den ersten Rüffel einstecken, seit er als "bayrischer Obama" (Preußen werden vermutlich nicht verstehen, wieso dieser Vergleich für den unterfränkischen CSU-Mann gar nicht so weit hergeholt ist) einst neuen Wind in die Politik brachte: Jener Wind war ihnen dann doch einen Hauch zu kalt, als er sich als Gegner der Unterstützung zeigte.
Er wurde überstimmt, der Kredit gegeben, und nun weiß ein jeder, dass das Geld rausgeschmissen wurde. Aber nicht nur nun, sondern auch damals, also genauer ausgedrückt: Jetzt hat jeder schon damals gewusst, dass der Konzern pleitegehen würde, und mit "damals" ist nich etwa der letzte Sommer gemeint, sondern bitteschön das Jahr 1999, als Quelle mit Karstadt fusionierte, oder natürlich 1927, als der unglücksselige Verein gegründet wurde. Der Satz "alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei", stammt ja bekanntlich aus Fürth und wurde zur Eröffnung des ersten Ladens gedichtet.

Aber nicht nur das Ende ist vorraussehbar, sondern auch der Anfang, namentlich der einer Legislaturperiode. Es regiert schwarz-gelb, was nach der Wahl natürlich jeder schon vor der Wahl wusste: Hat irgendwer eine Neuauflage von schwarz-rot vorrausgesagt? I wo, wie kommt man denn auf sowas?!
Jetzt mal ehrlich: Der einzige, der sich bei einer hierzulande beachteten Wahl wirklich sicher sein konnte, ist Hamid Karzai (,frisch bestätigter Präsident einer von Terroristen und Drogenkartellen beherrschten Sand- und Trümmerlandschaft), und das finden wir als Demokraten momentan überhaupt nicht lustig. Jetzt freuen sich die Afghanen auf weitere Wochen Bombenstimmung, wenn die Stichwahl ansteht - ist ja nicht so, dass man andere Probleme hätte.

Aber auch die Muselmänner werden das schon vorhergesehen haben, zumindest heute. Man könnte die Kette auch fortsetzen, spontan fällt mir noch Schaeffler ein: Als die KG die wesentlich größere Conti schlucken wollte, um in Zukunft auch billiger an Reifen zu kommen, hab man ja aus allen möglichen Gründen dagegen sein können, aber nicht darunter waren die Bedenken, dass die Firma sich daran halb überfressen und dann einen staatlichen Verdauungsschnaps fordern würde. Mittlerweile hätte das natürlich jeder anders gemacht - man lernt ja aus Fehlern, die andere später machen werden.

Und deshalb bin ich auch kein Pessimist mehr: Mit dem Wissen, dass wir morgen heute schon immer gehabt haben werden, kommen wir doch 1a durch jede Krise.

Glaubt Ihr nicht? War ja klar...
23.10.09 16:38
 
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